Simone Lanzenstiel - Malereiprojekt im öffentlichen Raum in Stade

ZONE 3 - im Dialog mit einer Stadt

An unterschiedlichen Orten in Stade werden so genannte Wandaufsteller platziert, die an ihrer Vorderseite aus einer großen leeren, weißen Fläche bestehen. Eine Leerstelle oder freie, offene Zone im Stadtraum Stades, dessen Altstadtbereich selbst wenig Freifläche bietet.

Was wird geschehen?
Wird etwas geschehen?
Wird nichts geschehen?

Wandflächen werden in verschiedenen Kulturen und Epochen als Kommunikationsträger genutzt oder auch “zweckentfremdet”: als Wandmalereien und Inschriften zur Verehrung der Götter bei den Ägyptern und Griechen beispielsweise oder zur politischen Meinungsäußerung, zur Nutzung als Werbeflächen und Graffiti in der heutigen Zeit. Dabei sind die Berührungen zur Bildenden Kunst oft vielfältig und die Grenzen teils fließend, teils lassen sich die Bereiche eindeutig unterscheiden.

Die in Stade platzierten Wandaufsteller haben eine ähnliche Intention und offerieren ein Spiel- und Aktionsfeld, das von der Öffentlichkeit als Kommunikationsträger genutzt werden kann. Jeder kann zum Akteur werden. Auch Simone Lanzenstiel nimmt in zeitlichen Abständen Eingriffe und Veränderungen an den Wänden vor. Dabei sind ihre Interventionen von einem bildnerischen Verständnis geleitet und sie agiert aus der Perspektive einer Malerin. Sie sucht auf diese Weise den Dialog und eine visuelle Kommunikation mit den Bürgern Stades in einem fortwährenden Prozess und Wechselspiel von Agieren und Reagieren, von darauf malen, schreiben, sprühen, kritzeln etc. - ähnlich einem Gespräch zwischen Unbekannten, aufgezeichnet und ablesbar auf den Wänden. So entstehen über den Zeitraum der Ausstellung verschiedene “Portraits” einer Stadt oder Stadtgemälde über die Sprache der Malerei und Graffiti, als ein interaktives, übergreifendes Malereiprojekt im Außenraum.

Das Ergebnis ist offen. Der Prozess steht im Vordergrund.

Die fortlaufende Veränderung der Wände in ihren einzelnen Stadien werden kontinuierlich mit Fotos dokumentiert und in der Seminarturnhalle ausgestellt.

Standort: ST. Cosmae,



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