Doris Halfmann - "Der archäologische Traum"

Einen flachen Stein umdrehen und das Gewürm betrachten bedeutet für Kinder und Erwachsene gleichermaßen einen Einblick nehmen in eine verborgene Welt. Leichter Ekel gemischt mit Verwunderung, stellt sich ein, bei der Erkenntnis, was so alles im Verborgenen lebt. Wie interessant wäre es, wenn ein Archäologe einfach einen ganzen Stadthügel z.B. Stade in die Riesenpranke nehmen und umdrehen könnte, um sich endlich mal einen Gesamtüberblick verschaffen zu können über alle alte Straßen, Gassen, Wohnhäuser, Latrinen und Gräber.

Modellerstellung M 1:10

Für kurze Zeit hängen die aktuellen Straßenstrukturen von Stade aus orangen Tauen geknüpft, aufgespannt zwischen Gerüststangen auf der Terrasse am „Wasser Ost“ und werden der Vergänglichkeit preisgegeben. Symbolisiert durch die ins Kraut schießenden Bohnen – sie überwuchern und verbergen das zunächst gut erkennbare Wegesystem, sowie in ein paar Jahrtausenden vielleicht alles überwuchert und vergessen ist.

Modell 1:10

Nur Archäologen graben dann noch hier und wünschen sich das ganze Gebiet doch einmal umdrehen zu können….